Beim Portraitieren gilt mehr denn je: Fotograf und Person(en) müssen sich aufeinander „einstellen“-  muss jeder bereit sein, sich persönlich zu öffnen. Hier gilt als grobe Richtlinie: es kann bis zu einer Stunde dauern, bis sich ein offenes Miteinander einstellt und sich nicht das Objektiv als Barriere zwischen Fotograf und Model stellt.

Wie bringt man die auszudrückenden Emotionen im Bild richtig „rüber“, wie fängt man die authentische und natürliche Persönlichkeit in kurzer Zeit ein – und wie überrascht man den zu Portraitierenden mit dem ihm bis jetzt noch verborgenen „Darstellungs-Schätzen“?

Das, lieber Leserin und Leser, muss man einfach mal ausprobieren und herausfinden; vielleicht in der von Ihnen vorgegeben Location oder „schlicht weg stehenden Fußes“. Hier erinnere ich mich gerne an einen Fotokurs mit dem Hamburger Fotografen Konrad J. Schmidt, bei dem wir mit einem Model draußen „grade aus der Haustür raus“ ein Schwarz/Weiß-Shooting gemacht haben…mit sensationellen Ergebnissen!

Also Mut zur Offenheit und los geht’s!

 

                                                   Ein Portrait, welches nicht die Charakteristik hervorlockt, ist wie ein Mensch ohne Geheimnisse.
                                                                                                                                                                                                Andreas Otto